Hallo Welt!

2018 hatten wir die Idee, nach Paraguay auszuwandern.

Also flogen wir los, um Land und Leute kennenzulernen….Wir suchten ein Quartier per Internet und landeten bei einem deutschen Rinderzüchter, der schon viele Jahre in Paraguay lebte und uns im Laufe der Zeit ein guter Freund geworden ist.

Der Blick von seiner Terrasse auf seinen Coral….

Wir machten Ausflüge innerhalb des Landes und per Privatflugzeug nach Brasilien zu den Iguazu Wasserfällen.

Es ging weiter mit der Suche nach geeignetem Land. Wir hatten einen ähnlichen Lebensstil angepeilt wie Martin…leben auf der Estancia und eine Rinderzucht aufbauen. Viele der Estancia Besitzer wohnen in der Hauptstadt Asuncion und kommen nur wöchentlich auf das Land um nach dem Rechten zu schauen. Es kümmert sich dann ein Vorarbeiter (Capataz) und Arbeiter um das Vieh und das Land. So wollten wir das jedoch nicht, da wir in Deutschland auch schon einen Hof hatten und das Leben mit den Tieren auf dem Land nicht aufgeben wollten.

Nachdem wir einiges angesehen hatten, von landwirtschaftlichen Betrieben bis zu Rinderzuchtbetrieben mit ausschließlich Grünland, entschieden wir uns für eine Estancia in der Region San Pedro nahe der Stadt San Estanislao (Santani). Dort wurden ca. 560ha mit Wald, gepflanztem Grasland, Natur Grasland und einem Eukalyptus Bestand verkauft.

Auch bei der Landauswahl, stand uns Martin mit Rat und Tat zur Seite.

Auf dem Land gab es bereits einen Coral mit Arbeiterhaus, ein Haus für einen Capataz und zwei Arbeiterhäuser. Anfangs war ich über die Qualität der Häuser ziemlich entsetzt, jedoch musste ich lernen, dass es durchaus übliche Häuser auf dem Land waren.

Blick in die Küche des Coralhauses

Wir entschieden uns dann für einen Bauplatz für unsere „Hofstelle“. Der Plan sah vor, dass erst ein keines Haus gebaut werden sollte, in das wir dann einziehen wollten um bei dem Bau des Haupthauses vor Ort zu sein. Das kleine Haus sollte dann weiterhin als Gästehaus genutzt werden.

Die Pläne für das Gästehaus hatten wir selbst erstellt, während die Pläne für das Haupthaus bei einem Architekten in Deutschland in Auftrag gegeben wurden.

Im April 2019 reisten wir wieder nach Paraguay um den Kaufvertrag perfekt zu machen und weiter die zukünftige Umgebung zu erkunden. Wir besichtigten auch die ca. 50km entfernte Menonitenkolonie Friesland. Dort spricht man neben plattdeutsch und spanisch auch deutsch, so dass wir uns etwas heimisch fühlen konnten. Leider hatten wir überhaupt keine Spanischkenntnisse und mit unserem Englisch waren wir hier komplett fehl am Platz, da nur eine handvoll Menschen englisch sprechen.